Latte Macchiato und Cappuccino, die uns sonst gern den Tag versüßen, sind an heißen Sommertagen oft keine willkommene Alternative. Selbst der noch so erweckende Matcha Latte ist uns trotz all seiner Grüntee-Power an heißen Tagen oft… zu heiß. Eine Abkühlung muss her. Doch so gern wir uns Frappuccinos und Frappés gönnen – sie haben nicht nur massig Kalorien im Gepäck, oftmals sind sie so reichhaltig und schwer, dass sie statt Erfrischung und Motivation eher das Gegenteil bewirken: ein lästiges Völlegefühl, das jeden Anflug von Dynamik in den Sinkflug versetzt.

eistee

Erfrischung pur – mit wenig Kalorien

An einem heißen, sonnigen Tag gibt es doch nichts Erfrischenderes als einen eisgekühlten Eistee. Fruchtig und kalt sorgt er genau für den Frischeschub, den wir brauchen, um in der Hitze nicht die Konzentration zu verlieren. Fertiger Eistee aus dem Kühlregal im Supermarkt ist leider viel zu oft eine echte Kalorienbombe. Zucker pur – das enthüllt ein Blick aufs Etikett in der Regel. Einige der unschuldig aussehenden Teevariationen übertreffen in Sachen Zuckergehalt die 80-Gramm-Marke pro Liter. Mehrere Dutzend Würfel Zucker in einer Flasche Eistee? Das ist mehr als zu viel. Selbst die oft verteufelte Apfelschorle hat im Schnitt „nur“ 47 Gramm Zucker pro Liter vorzuweisen. Auch mit dem Fruchgehalt geizen viele Fertigtees. Zitronen- und Pfirsicheistees aus dem Supermarkt enthalten meist nur wenige Prozent tatsächlichen Fruchtgehalt. Stattdessen erzeugen Aromen den fruchtigen Geschmack der süßen Durstlöscher. Deswegen ist das Eistee selber machen die gesündere und oft auch günstigere Alternative. Wir zeigen erfrischende Rezepte für sommerlichen Eistee.

Leckeres Sommergetränk: mit wenig Kalorien zur ultimativen Erfrischung

Eistee selber mixen geht nicht nur schnell, sondern ist auch überaus kostensparend. Gesund und super fruchtig, mit der vollen Ladung Erfrischung. Die gesunde Eisteevariante, die wir ausprobiert haben, glänzt mit schlanken 19 Gramm Zucker und 70 Kalorien pro Liter. Ein versteckter Dickmacher ist der selbstgemachte Eistee im Gegensatz zu seinen fertigen Gegenspielern also schon einmal nicht.

Unser Rezept: Beeren-Minze-Eistee zum selbst machen

Das brauchst du für den selbstgemachten Eistee:

1 Bund frische Minze

250 Gramm Tiefkühl-Himbeeren (oder Erdbeeren)

200 Gramm frische Johannisbeeren

Eine halbe Limette aus dem Bio-Laden

Agavendicksaft oder Honig zum Süßen

Eiswürfel, damit es auch wirklich kühl wird

So funktioniert‘s:

Erstmal kochst du einen Liter Wasser auf und gibst drei Viertel deiner gewaschenen Minze dazu. Den frischen Minztee kannst du erstmal 10 bis 15 Minuten ziehen lassen, damit das Aroma der Kräuter sich gut entfalten kann und der Tee nachher richtig schön intensiv nach Minze schmeckt. Den Agavendicksaft kannst du jetzt schon hinzugeben, 2 EL sollten genügen. Wer mag, kann stattdessen auch Honig nehmen. Jetzt kommen die tiefgekühlten Beeren dazu: Die TK-Beeren reinrühren und nochmal 10 Minuten ziehen lassen. Jetzt kann der Tee durch ein Sieb abgegossen werden. Dabei die Himbeeren mit einem Löffel durchs Sieb streichen, damit ihre Fruchtigkeit auch wirklich im Tee landet. Jetzt wird das Erfrischungsgetränk erstmal kaltgestellt. Zwei Stunden sollten reichen, um die Temperatur zu senken. Um den Tee zu servieren, gibst du dann noch die frischen Beeren hinzu und dekorierst dein Glas mit der restlichen frischen Minze. Die halbe Limette schneidest du in Scheiben und gibst sie ebenfalls ins Glas. Voilà – fertig ist dein erfrischendes Sommergetränk!

Wer auf den Kaffee nicht verzichten mag…

…aber trotzdem auf das schlechte Gewissen verzichten will, das sich nach dem Verzehr eines kalorienbepackten Frappés einstellt, der probiert ein neues Erfrischungsgetränk, das Abkühlung und Koffein abliefert, aber dabei nicht mit zu viel Zucker und Kalorien beladen ist. Die Antwort auf all unsere Kaffee-Gebete lautet Cold Brew.

Cold Brew – erfrischender Kaffeetrend aus Asien

Dass wir unsere sommerliche Kaffeepause jetzt erfrischt und mit unserer nötigen Dosis Koffein verleben dürfen, das haben wir den Japanern zu verdanken. In Japan nämlich hat der Trend Cold Brew Kaffee seinen Ursprung. Dieser kalt extrahierte Kaffee ist um einiges milder und gesünder als der gute alte heiße Filterkaffee. Denn kalt ist das koffeinhaltige Gebräu besonders für den Magen viel verträglicher. Geschmack und Vitamine bleiben im Cold Brew auch viel länger erhalten. Beim heißen Brühen wird nämlich die chemische Struktur des Kaffees verändert – das entfällt beim Cold Brew. Was ihn so gesund macht. Praktisch ist er auch noch, der Cold Brew Kaffee: Er überlebt ohne zu Zicken einige Tage im Kühlschrank, ohne Geschmack und Vitamine zu verlieren.

Alles andere als kalter Kaffee – gesunder Trend für den Sommer

Und das Beste: Um den tollen Cold Brew Kaffee genießen zu können, müssen wir diesen Sommer nicht mehr ins nächste Hipster-Café pilgern. Denn inzwischen gibt es spezielle Cold Brew Filtertüten im Supermarkt, mit denen wir das trendige Erfrischungsgetränk diesen Sommer ganz einfach selbst machen können.

Cold Brew im Handumdrehen selbst gemacht

Wer genug Vorlauf und Zeit mitbringt, der setzt aus 200 Gramm Filterkaffee und einem Liter kaltem Wasser eine Mischung an und lässt diese nach dem Durchrühren 12 Stunden lang bei Zimmertemperatur ziehen. Nach dieser langen Wartezeit wird der Mix gefiltert und voilà, fertig ist das Kaffeekonzentrat für den Cold Brew Coffee. Pur würde es sehr intensiv schmecken, deswegen tut man gut daran, mit Eiswürfeln oder Sahne und Milch zu „verdünnen“. Das Konzentrat hält sich lange im Kühlschrank und kann immer wieder zum Herstellen eines leckeren kühlen Cold Brews benutzt werden.

Für ungeduldige geht’s auch schneller – der Blitz Cold Brew

So geht’s auf die leichte Tour: Der Cold Brew Kaffee ist ratz fatz hergestellt. Einfach 100 Gram frisch gemahlenen Kaffee in einen halben Liter kaltes Wasser geben. Gut umrühren und eine Stunde ziehen lassen. Danach wird die Mischung gefiltert und schon kann man den Cold Brew nach Wunsch genießen: Entweder pur auf Eiswürfeln oder mit Milch bzw. Sojamilch. Wers süß mag, fügt etwas Süßungsmittel hinzu.

Der Cold Brew Kaffee ist nicht nur kalorienarm und leicht, da er weniger Säure enthält als heiß gebrühter Kaffee, ist er auch viel bekömmlicher als die herkömmliche Variante des beliebten Koffeinboosters. Eine echte Alternative für den Sommer, die nicht für Völlegefühle und schlechtes Gewissen sorgt.

Mit welchem Getränk verschafft ihr euch an heißen Tagen besonders gern Abkühlung? Ich liebe ja Eiskaffees und Frappuccinos, aber jeden Tag ist mir das doch etwas zu viel. Und da ich sowieso nicht jeden Tag Koffein zu mir nehmen möchte, setze ich gern auf selbstgemachten Früchteeistee mit frischen Minzblättern. Einfach lecker!

Liebe Grüße aus Mainz,

eure Karolin